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Freitag, 20. September 2013

Kommunikation ist alles - Dialekte sind Heimat #02

Nach einer kleineren Blogpause gibt es heute eine weitere Runde in der Kategorie:


Wörder mit B

Babbedeggel
Pappdeckel - Sowas braucht man in Hauenstein, um die Schuhkartons herstellen zu können.

Bäbbel
Matsch - Kinder spielen gerne im Bäbbel, jedoch freuen sich die Mütter nicht so darüber. Manchmal könnte man das Kind mitsamt Kleidung in die Waschmaschine stecken.

bachle
Wasser lassen - Wenn man halt mal muss

badsche
schlagen, hauen - Badschhand ist bei Kindern die Hand, die sie der netten Tante von nebenan mal geben sollen (meistens ist damit die rechte Hand gemeint)

Baggelschder
Backelstein - Ein Felsenriff am Westhang des Weimersbergs. Auf ihm soll eine frühmittelalterliche Holzbug gestanden haben. Über eine Metalltreppe kann man auf den B. steigen und die tolle Aussicht über den Pfälzer Wald/Hauenstein genießen

Bedsäächer
Löwenzahn oder auch als Synonym für Lausbub

Bermesäns
Pirmasens - Früher einmal Kreisstadt Pirmasens, heute Kreisstadt der Südwestpfalz. Böse Zungen nennen Pirmasenser auch Braddler

bichle
bügeln - Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen (Achtung Ironie)

Blagge
Fleck - Kann sowohl auf der Straße oder ein Rotweinfleck auf einem weißen Hemd sein

's blatschd
Es regnet stark - bei so einem Wetter geht man nicht ohne Regenschrim aus dem Haus

blärre
mir bekannt unter schreien

bobble
Ein Kind bobble bedeutet so viel wie betüddeln

Bojchemääschder
Bürgermeister - momentan in Hauenstein unser Mitbürger Rödig (FDP) im "schwarzen" Gemeinderat.

Borchhalder
Burghalder - Ein weiterer Sandsteinfelsen südwestlich von Hauenstein. Hier soll eine Fliehburg gestanden haben, die zu einer karolingischen Siedlung gehörte, an deren Platz sich nun der Paddelweiher befindet.

Brossneijoor!
Prosit Neujahr!
Brossneijoor - e Bräzel wie e Scheierdoor ...

Dienstag, 30. Juli 2013

Kommunikation ist alles - Dialekte sind Heimat #01


Momentan haben wir auf Arbeit ein Projekt zum Thema Pfalz. Hier sollen die Teilnehmer über ihre Heimatorte und verschiedene Themen der Pfalz schreiben, im Dialekt.
Dialekt bedeutet immer eine gewisse Form der Heimat. Daher habe ich mir überlegt, aus meinem Blog, den ich letztes Jahr begonnen habe (und ich nur bis D gekommen bin) hier weiterleben zu lassen.
Erst wird das Wörterbuch in unregelmäßigen Abständen hier weitergeführt - dann hab ich noch ein paar Gedichte und Geschichten.

Wenn ihr auch einen tollen Dialekt habt und etwas drüber schreiben wollt, könnt ihr gerne einen Kommentar hinterlassen.

Wörder mit a

abmache
Baum fällen auf pfälzisch, man kann aber natürlich auch Äpfel abmachen oder sonstige Dinge vom Baum

ald Kerch
Alte Kirche - Gemeint ist damit die Bartholomäuskirche in Hauenstein, die 1788 eingeweiht wurde und in der immer noch Gottesdienste und Andachten gefeiert werden

alder Simbel
liebes Schimpfwort für ein männliches Wesen

alle Gebott'
in kurzen Abständen

Andivdich
Endivie, Endiviensalat - Der Salat der geschnitzelt wird, mir persönlich ein Dorn im Auge, allerdings lieben alte Hauensteiner diesen Salat.

ausbaldoowre
ausbaldowern, aushecken

ausmache
mir bekannt als verabreden; jedoch kann man auch jegliches Gemüse oder Kartoffeln, was man aus der Erde holt ausmache.

Äächhääsel
Eichhörnchen - es springt im Baum herum

Ääch
kann sowohl Auge als auch Eiche bedeuten.
Kannschd Du äch mit äm Ääch e Ääch sähne heißt dann auf Hochdeutsch: Kannst du auch mit einem Auge eine Eiche sehen.

äch
auch Dies ist das Erkennungszeichen eines jeden Hauensteiners.
Denn uns wird nachgerufen: "Hääschdner, Hääschdner äch-äch-äch, die rabblen mid de Kuchebläch"
Im Hochdeutsch klingt dies merkwürdig: Hauensteiner Hauensteiner auch-auch-auch, die klappern mit den Kuchenblechen.

ässe un dringe
Essen und Trinken - Nicht nur für einen Pfälzer lebensnotwendig

Dienstag, 23. Juli 2013

Kommunikation ist alles #09


Ich möchte Euch heute einen kurzen Einblick in mein Diplomarbeitsthema "Musik als Medium
in der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung"

Darunter war auch ein Kapitel: Musik als Kommunikation



Der musikalische Kommunikationsprozess wird von Molino in einer auf das Wesentliche reduzierten Abstraktion, die in drei Teile gegliedert ist, dargestellt: Schöpfer, Werk und Hörer. „Diesen entsprechen drei Typen des analytischen Diskurses: Poietik, neutrales Niveau und Aesthesis.“ (Mazzola 1990, 3). Diese Fachbegriffe werde ich im Weiteren definieren. Für mich ist das Modell, wie es in ‚Geometrie der Töne‘ beschrieben ist, nicht ausreichend. Ein Werk hat für mich kein neutrales Niveau, deshalb habe ich es um das Nachrichtenquadrat von Friedemann Schulz von Thun (sowohl die Münder des Schöpfers, wie die Ohren des Hörers) erweitert.

Für Molino handelt es sich bei Musik als Kommunikation nicht um ein Ursache-Wirkungs-Prinzip (Kausalität) oder eine unmittelbaren Folge (Konsekutivität), mit dem der Schöpfer durch sein Werk den Hörer erreicht. Die Produktion steht vor der Vollendung des Werks. Erst nach der Produktion kann es vom Hörer wahrgenommen werden. Ebenso steht fest, dass der Hörer sich gegenüber dem Schöpfer nicht als passiver Rezipient verhält, sondern dass Hören ein aktiver Prozess ist.

Das Werk gilt als Schnittpunkt der musikalischen Kommunikation zwischen Schöpfer und Hörer. Diesem wird alles untergeordnet, was im jeweils gegebenen Kontext für die Schöpfung der entsprechenden Klangereignisse als unmittelbar ausschlaggebend betrachtet wird. Hier ist anzumerken, dass die Definition Werk nicht genau festgelegt wurde, deshalb möchte ich den Begriff Werk als Musikstück bzw. Musiktitel bestimmen, da dies für den Einsatz in der Bildungsarbeit der passende Begriff ist.

Eine aufgliedernde Auseinandersetzung, die sich nur am Werk orientiert wie es vorgegeben wird, bezeichnet Molino als neutrales Niveau. Das neutrale Niveau wird hier definiert als analytische Genauigkeit, die auf Vorkenntnissen beruht und in der mathematischen Musiktheorie eine große Rolle spielt (Mazzolla 1990, 3ff). Zur Analyse kann das Musikstück in seine Einzelteile zerlegt und systematisch untersucht werden, sowohl die einzelnen Teile wie der Zusammenhang dieser. Mit diesem Begriff setzt sich die Wissenschaft kritisch auseinander, da es die Möglichkeit einer ‚einzig richtigen Interpretation‘ nicht gibt. Dem kann ich nur zustimmen. Für mich sind im Werk unterschiedlichste Informationen mit eingebunden, die vom Schöpfer an die Hörer gehen und von diesen unterschiedlich interpretiert werden. Daher ist für mich keine analytische Genauigkeit gegeben, denn jeder Mensch hat andere Vorkenntnisse in Bezug auf einzelne Musikstücke. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, das Modell des Nachrichtenquadrats von Schulz von Thun in das Modell von Molino einzubinden. Hierdurch wird deutlich, wie dieses ‚Kommunikationsmodell‘ mit der Bildungsarbeit zusammenhängt.

In jedem Stück gibt der Schöpfer über sich selbst kund, welche Gefühle, Gedanken oder innere Beweggründe er in der Zeit des Komponierens hatte, sei es verliebt sein, Liebeskummer oder Rebellion gegen die gegebenen politischen Umstände und vieles mehr. Es ist möglich, dass der Hörer sie genau so interpretiert, wie der Schöpfer des Werks es beabsichtigt hat. Möglich ist auch, dass der Hörer seine eigenen Emotionen während des Hörens des Liedes hineininterpretiert und so andere Gedanken hervorgerufen werden, als die vom Schöpfer beabsichtigten.

Gleichzeitig sind im Sachinhalt seitens des Urhebers die Ausdrucksmittel Klangfarbe, Melodie, Rhythmik und Tonhöhe gegeben. Hörer können jedes Stück auf der Ebene des Sachinhalts analysieren, etwa nach den Ausdrucksmitteln einer Oper, eines Volksmusiktitels oder eines Techno-Stückes. Falls das Musikstück einen Text besitzt, kann der Hörer diesen ebenfalls auf Seiten der Sachebene klären.

Die Beziehungsebene, die Schulz von Thun in seinem Nachrichtenquadrat anbietet, ist für mich nicht bei jedem Werk im Vordergrund zu finden. Ich sehe den Beziehungshinweis hauptsächlich dann gegeben, wenn sich Schöpfer und Hörer kennen, das Lied beispielsweise extra für einen bestimmten Hörer geschrieben wurde. Jedoch ist davon aus-zugehen, dass der Komponist des Werkes vom Hörer eine Beziehung in der Form er-wartet, dass dieser das Musikstück gerne wieder hören möchte (und im besten Fall kaufen wird). Der Hörer kann sich meiner Meinung nach dem Schöpfer auf der Beziehungsebene bemerkbar machen, indem er die Werke kauft (sie gefallen ihm) oder in den Regalen stehen lässt.

Ebenso kann ich die Appellebene nicht bei jedem Werk offensichtlich erkennen. Der Schöpfer eines Werkes wird nicht immer beabsichtigen den Hörer soweit zu beeinflussen, dass dieser anfängt in einer bestimmten Weise zu denken, zu fühlen oder zu handeln. Es gibt jedoch Ausnahmen, wenn der Schöpfer in seinem Werk den Hörer beispielsweise dazu auffordert, sich mehr um den Umweltschutz zu kümmern oder sich für Frieden und Gewaltlosigkeit zu engagieren. Der Rezipient kann dem Schöpfer eines Werkes mit dem Kauf oder Nichtkauf einen Appell geben wie: ‚Von dieser Musik möchte ich mehr!‘ oder ‚Hör auf solche Lieder zu machen, die gefallen mir nicht!‘.

Der Begriff des Schöpfers ordnet alle Faktoren ein, die die Produktion eines Werks wesentlich und hinreichend bestimmen (Komponieren, Texten, Zusammenmischen u. a.). Poietik arbeitet mit den Festlegungen des Schöpfers und ist ein Instrument grundlegender Analyse von musikalischen Begriffen. Dabei wird sowohl die individuelle Befindlichkeit des Schöpfers, wie auch die Rolle des soziokulturellen3 Rahmens für das Werk hinterfragt. ‚Wie das Werk gemacht wird‘ ist nicht nur reduziert auf persönlich psychologische Momente des Schöpfers (Selbstkundgabe), sondern hängt auch von objektiv physikalischen und mathematischen Sachverhalten (Sachebene) ab. Somit ist die Begriffsbestimmung eines Tones durch Parameter wie Tonhöhe oder Klangfarbe sehr poietisch geprägt.

Der Hörer nimmt das Werk wahr und interpretiert es. Er befindet sich auf der gleichen Ebene wie der Schöpfer, steht jedoch zeitlich versetzt hinter dem Werk, da er dieses erst nach der Vollendung rezipieren und interpretieren kann. Der Urheber eines Werks ist im Moment der Vollendung des Werks gegeben, die Verschiedenheit der Hörer dagegen nicht, denn es ist nicht festgelegt, wer sich als Hörer mit dem vorhandenen Musikstück beschäftigt.

Die analytische Abhandlung über den Hörer wird nach Paul Valèry als Aesthesis bezeichnet, um den Unterschied zur Theorie des Schönen, der Ästhetik, zu betonen. Aesthesis befasst sich mit der wahrnehmenden Bewertung des Werks durch den Hörer: Wie nimmt er die Einzelheiten des Musikstücks wahr (hier kann wieder das Nachrichtenquadrat von Schulz von Thun angewendet werden). Jeder Hörer hat eine individuelle Wahrnehmung, so wird in diesem aktiven Hören (was der Aktivität des Schöpfers teilweise in nichts nachsteht) jeder Teil des Werks von jedem Rezipienten unterschiedlich aufgefasst. Diese Aesthesis ist wie die Poietik unverzichtbar als analytischer Baustein eines Werkes.

Die Untersuchung des Musikstücks aus Sicht des Erschaffers dürfte auf der Seite des Hörers nicht gültig bleiben. Der Hörer versucht nachzuvollziehen, welche Beweggründe der Urheber des Werks hatte um dieses zu schaffen. Es kann sein, dass sich beim Hörer durch die akustischen Begebenheiten des Stückes Themen einstellen, die der Schöpfer gar nicht in seinen Gedanken hatte.

Der Hörer versucht auch herauszufinden, welche Funktion die gehörte Musik in der jeweiligen Lebenslage erfüllt, beispielsweise als Trauermusik, als Tanzmusik oder anderes (vgl. Kraemer 1998, 317).

Das Werk kann als Resultat verschiedener Produktionsprozesse gesehen werden, d. h. dass kein kausaler Zusammenhang zwischen Schöpfer und Werk vorhanden ist, so beispielsweise in der Popmusik, in der die Komponisten nur in den seltensten Fällen Interpreten ihrer Werke sind.

- - - -

Kraemer, Rudolf-Dieter (1998): Musik-Lernen - Versuch einer Annäherung aus Sicht des Hörers. In: Kopiez, Reinhard (Hg.): Musikwissenschaft zwischen Kunst, Ästhetik und Experiment. Festschrift Helga de La Motte-Haber zum 60. Geburtstag. Würzburg: Königshausen und Neumann.

Mazzola, Guerino (1990): Geometrie der Töne. Elemente der mathematischen Musiktheorie. Basel, Boston, Berlin: Birkhäuser.

Schulz von Thun, Friedemann (2008): Miteinander reden. Orig.-Ausg., Sonderausg. 3 Bände. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verl.

Dienstag, 9. Juli 2013

Kommunikation ist alles #08


Heute geht es im weitesten Sinne um "Kommunikation", denn diese Kommunikation geschieht meist nur von einer Seite aus.

Es geht um die Manipulation durch die Medien.
Dies hat schon früh angefangen, was ihr an den Links erkennen könnt.

Mein Tipp für Euch heute: Glaubt nicht alles, was in den Medien kursiert, sondern überlegt: von wem die Nachricht kommt und was diese bezwecken soll.

Z. B. wenn mal wieder eine Studie über die Körperfülligkeit der Deutschen im Umlauf ist, und diese von einer Firma bezahlt wird, die Diätprodukte verkauft, so kann man davon ausgehen, dass diese Firma ihre Produkte verkaufen wollen und die Studie in diesem Sinne ausgelegt wurde.

Weiter gibt es auch Bildmanipulationen, hierzu die Links:

Dienstag, 28. Mai 2013

Kommunikation ist alles #07


Uhi, letzte Woche hatte ich glatt vergessen, einen Artikel zu veröffentlichen. Dafür heute wieder ;-)

Ich habe meine zwei praktischen Studiensemester u. a. bei einer Mediatorin absolviert. Viele fragten dann immer wieder: Was macht denn so eine Mediatorin? Für was sind Mediatoren gut?

Vielleicht kennt der Ein oder die Andere aus der Schule die "Streitschlichter", manchmal werden auch sie "Mediatoren" genannt.
Als Mediator ist man eine Art Vermittler zwischen Streitparteien. Denn manchmal kommt es vor, dass sich diese Parteien nicht mehr miteinander unterhalten können, da die Emotionen so tief sitzen. Der "Vermittler" versucht die Anliegen des "Gegners" noch einmal in anderen Worten dem "Streitpartner" zu erzählen.

Oft kann es durch den Besuch bei einem Mediatoren (wahlweise einer Mediatorin) zu einem Konsenz kommen.
So hat uns eine Professorin in einer Vorlesung erzählt (sie selbst ist Mediatorin), dass sie bei einem Scheidungspaar vermittelt hat; hier gab es Streitigkeiten wegen der Gütertrennung.
Durch ihre Hilfe konnte das (noch)Ehepaar sich ohne größere Probleme bei der Trennung der Güter einigen, denn sie wollte nicht den tollen Fernseher (was er dachte) und er wollte nicht das Sofa (obwohl sie davon ausging, dass er das unbedingt behalten wollte).

Durch diese Vermittlung können solche Vorfälle vermieden werden ;-)

Quelle ist mir leider unbekannt, gefunden auf facebook.com

In diesem Sinne:
Euch allen einen schönen Dienstag!

Dienstag, 14. Mai 2013

Kommunikation ist alles #06

Die Geschichte mit dem Hammer

Kennt ihr die Geschichte von Paul Watzlawick und dem Hammer?
Kurze Zusammenfassung:
Ein Mann will in seiner Wohnung ein Bild aufhängen und braucht dazu einen Hammer. Den hat er nicht. Der Mann will den Hammer von einem Nachbarn ausleihen, doch dann malt er sich aus, was der Nachbar von ihm hält, was er durch Blicke aus dem Treppenhaus zu wissen glaubt.
Am Ende der Geschichte steht der potentielle Bildaufhänger vor der Tür des Nachbarn, klopft und schreit ihn an: „Sie können Ihren Hammer behalten, Sie Rüpel!“
Was will uns diese Geschichte erzählen?
Nun ja, diese Geschichte stammt aus Watzlawicks Buch "Anleitung zum Unglücklichsein" - was auf ironische Weise erzählt, wie wir es schaffen können, auch in den schönsten Dingen die uns passiert, ein Haar in der Suppe zu finden.

Können wir in die Blicke anderer immer etwas hineininterpretieren, was uns betrifft? Denken Menschen wirklich so viel über uns nach, wenn wir nicht anwesend sind und wir die betreffenden Menschen nur "vom Treppenhaus" kennen?
Ich glaube, wir sollten uns nicht zu sehr damit beschäftigen, was andere Menschen über uns denken könnten, denn sie tun dies wohl nie in dem Maße, wie man sich das selbst ausmalt.

Und wenn man von Nachbarn oder Freunden einmal irriert ist, könnte man ja auch mal etwas tun ... und zwar kommunizieren!
Nicht nur mit der Körpersprache, sondern dadurch, dass man miteinander spricht - auch wenn man nur mal fragt "Wie war der Tag?" - Vielleicht war er ja vom Gegenüber extrem anstrengend, dass dieser einen "merkwürdigen, langweiligen" Blick darauf hat.

Mir ist es schon öfter so gegangen, dass ein Blick von mir - oder Gesten - so gedeutet wurden, dass ich ja "gelangweilt" wirke.
Doch ich kann 100% sagen, dass es nicht gelangweilt war, sondern dass ich mich konzentriert habe. - Leider wurde mir nicht geglaubt.

Deshalb bin ich dafür, dass man nicht von seiner eigenen Überzeugung den Anderen über den gleichen Kamm ziehen kann, sondern dass der Andere eben andere Ausdrucksweisen hat, die wir nicht 100% so deuten können, wie es unserer Handlungsweise entspricht.

Dienstag, 7. Mai 2013

Kommunikation ist alles #05


Heute:

 

Was Du willst, dass man Dir tu',
das füg auch einem Anderen zu!

oder auch: So wie Du selbst behandelt werden willst, so behandle auch Dein Gegenüber!

Dienstag, 30. April 2013

Kommunikation ist alles #04


Aus der Pirmasenser Zeitung vom 21.03.2013

 


Wenn wir über Themen miteinander sprechen, sollten wir immer im Gedächtnis haben, dass ein Thema auch verschiedene Ansichten haben kann. - Nicht nur die Aussicht auf den Garten ;-)

Dienstag, 23. April 2013

Kommunikation ist alles #03


Eisbergmodell aus der Mediation
nach einem Modell der Sozialagentur kommstruktiv

Warum kann es zu Streitigkeiten kommen?

Das liegt meist an der mangelnden Kommunikation, denn 2/3 einer Handlungsmotivation steckt oft unterhalb der Oberfläche und wir als Gegenüber können dies nicht erkennen.

Wenn sich z. B. zwei Geschwister oder Kleinkinder in der Kita streiten, werden sie wohl eher weniger sagen, "Ich will dieses Spielzeug, weil das mein Liebstes ist und ich das unbedingt für die Geschichte brauche!"
So sind Streitigkeiten meist durch kurze Verhaltensweisen und Aussagefetzen weiß man, dass der Andere etwas will oder nicht will.

Doch oft lassen wir unsere Begründungen weg - klar - Begründungen brauchen immer Zeit, und Zeit ist Geld.
Wenn wir unserem Gegenüber bei Gesprächsthemen und möglichen Streitthemen unsere Motive erklären würden - auch wenn es z. B. nur die Erklärung ist, dass man in ein bestimmtes Restaurant nicht will, weil einem die Atmosphäre nicht gefällt oder das Essen einem nicht bekommt - käme es zu weniger Streit und mehr Verständnis.

Doch vielleicht liege ich und die Mediationswelt völlig daneben und die Menscheit will gar nicht so "aufgeklärt" werden? Ich weiß es nicht. Wie ist es bei Euch? Möchtet Ihr Eure Kommunikation umstellen, oder seid Ihr sollche "Kommunikanten"?

Dienstag, 16. April 2013

Kommunikation ist alles #02


Letzte Woche habe ich Euch ja versprochen, dass ich Euch heute erkläre, weshalb ich diese Rubrik so genannt habe. Hier nun die Geschichte als selbstgemalter Comic. Ich hoffe, ihr versteht die Geschichte - entschuldigt meine furchtbaren Tierzeichnungen :-)




 



... Kommunikation ist alles ... oder: Manchmal hilft blöd fragen ;-)

Dienstag, 9. April 2013

Kommunikation ist alles #01

Ab heute wird hier jeden Dienstag ein Artikel zur neuen Rubrik zu finden sein:


In meinem Studium (der Sozialen Arbeit) habe ich zwei Praxissemester bei der Sozialagentur kommstruktiv in Mainz gearbeitet und ich habe sehr viel gelernt! Über meine Kommunikation und auch über die Kommunikation im Allgemeinen.

Meine (Ex)Chefin ist nicht nur Sozialpädagogin, sondern auch ausgebildete Mediatorin (ausgeblidet nach den Standards des Bundesverbandes Mediation e.V.), mein (Ex)Chef Diplom-Pädagoge und Coach.

Durch die dortige Arbeit, aber auch durch die Vorlesungen in Medienpädagogik und Kommunikationswissenschaft an der (damals noch) Fachhochschule, stoße ich immer wieder auf dieses Thema - Nun ja, wir kommunizieren ja auch jeden Tag untereinander, so ist es auch ein alltägliches Thema.

Und daher möchte ich Euch jede Woche hier Fundstücke zum Thema "Kommunikation" zeigen und Euch kleine Erklärungen dazu geben.

Heute:

Kalenderbild: Vogt, Annemarie / Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich (1992). Leben hat viele
Gesichter – Kalender 1993. Lausanne: Verlag Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere
Drogenprobleme

Wenn sich zwei oder mehr Menschen miteinander streiten, so verbindet dieser Streit. - Vor allem wenn es der körperliche Streit ist (siehe Bild).
Doch meiner Erfahrung nach, verbinden nicht nur das "Raufen", sondern eben auch das "Streiten".

Zum Einen nennt man in der Pädagogik Personen die sich Streiten "Streitpartner" - was schon eine Verbundenheit ausdrückt - zum Anderen würde es, wenn einem der Gegenüber emotional egal wäre, nicht unbedingt zu einem Streit kommen.

Was viele Leserinnen und Leser vielleicht aus ihrer eigenen Partnerschaft kennen, ist die Versöhnung nach einem Streit. Die soll ja bekanntermasen die schönste Art der Verbindung sein ;-)


Hierzu noch ein kleines Zitat von Johann Wolfgang von Goethe
„Was nicht umstritten ist, ist auch nicht sonderlich interessant.“
... und nächste Woche erfahrt ihr, weshalb ich den Titel dieser Reihe so gewählt habe!