Montag, 11. April 2016

[Gedanken] Die Sache mit der Zeit



Ich bin jemand, der gerne für viele Dinge auch viel Zeit hätte. Jedoch schaffe ich oft meist weniger als ich mir für eine Woche vorgenommen habe.
Aber woran liegt dies?

Mittlerweile habe ich festgestellt, dass ich sehr viel Zeit darin investiere mir zu überlegen, wie ich überhaupt vorgehe und was ich denn so machen will. Sei es in einer Woche oder auch an einem Tag.
Auf der Arbeit bekomme ich das relativ gut hin. Hier mache ich mir auch recht viel Druck. Meine Arbeit ist schließlich, Menschen zu helfen wieder in Arbeit zu kommen und wenn ich rumtrödle, bringt ihnen der Kurs nichts, sie meckern rum und ich hab dann noch viel mehr Arbeit. Ich stelle auch fest, dass ich in meinem Job mit vielem sehr viel schneller fertig bin, als ich es geplant habe. Doch in meinem privaten Leben ist dies weniger der Fall. Aber warum?

Zum einen lebe ich die meiste Zeit allein. Wenn der Mann am Wochenende kommt dann schaue ich, dass es recht ordentlich aussieht, ja manchmal wische und sauge ich durch, doch diese Arbeit ist für mich sehr lästig und daher wird sie auch recht häufig immer weggeschoben und dann vergessen.
Momentan mache ich Stück für Stück Frühjahrsputz. Hierzu gehört auch, Vorhänge abzuhängen und zu Waschen. Sie haben es nötig. Aber ich mache es langsam. Könnte auch schneller gehen. Ich lass es dann einfach.

Bei der Hausarbeit habe ich mir das Bügeln übrigens zu 90% abgewöhnt. Ich bügel ja schließlich genug beim Nähen. Das muss reichen.
Aber wenn ich zu Hause bin will ich so viel machen: Lesen (immer noch nicht fertig mit dem Buch eines Freundes, obwohl es total spannend ist), Gitarre spielen und dazu singen, Sport (auch wenn es nur an der Wii ist, mein Rücken freut sich trotzdem), Nähen und seit neuestem auch Buchstaben malen.

Am Ende eines Abends saß ich meist nur auf der Couch und hab mir im Höchstfall etwas zu Essen gemacht (und meist dann auch gespült). Evtl.
kümmere ich mich um die Waschmaschine, dass sie etwas zu tun hat. Aber ansonsten wird schwierig.

Liegt es daran, dass ich mich auf der Arbeit auspowere und eben dort mein Bestes geben will ... oder bin ich, wie meine Familie denkt, einfach nur faul? Ich vermute dass es etwas dazwischen gibt.

Ihr werdet Euch bestimmt  die ganze Zeit gefragt haben, weshalb ich darüber schreibe? Eben weil ich meine Gewohnheiten seit Anfang des Jahres versuche zu ändern. Teilweise hat es schon funktioniert, aber ich falle oft wieder zurück in alte Verhaltensmuster.

Ich werde weiter berichten, ob sich mein innerer Schweinehund bändigen lässt, denn das Wochenende möchte ich wenig mit der Hausarbeit verschwenden, denn meine Wochenendbeziehung ist mir kostbar. Ihr kennt das bestimmt, wenn man sich nicht oft sieht, will man auch so viel schöne Zeit wie möglich verbringen.

Mein Ziel für diese Woche ist ein schönes Kleid anzufangen (bis Ende April fertig zu haben), und ein Zimmer beim Frühjahrsgründlichputz fertig zu bekommen, ob der innere Schweinehund will oder nicht :-)

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